Das Beste fenster und türen welt braunschweig  Entwurf

Das Beste fenster und türen welt braunschweig
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Sie wartet im ersten Stock, vom Mittelsaal geht es links ins Seitenkabinett, man sieht sie schon vor dem Durchgang. Sie soll locken, leuchten, stolz den Raum erfüllen. Und sie glänzt auch, dezent angestrahlt, zieht alle Blicke begehrlich auf sich, konzentriert, unwiderstehlich. 78 mal 67,5 Zentimeter ist sie groß, bescheiden, ein wenig beschwipst womöglich. Zum Betrachter hin lächelt sie in ihrem roten Rock, während sie von einem ihr womöglich nicht ungefährlichen Kavalier ein Getränk entgegennimmt. Einen Namen hat sie nicht, „Das Mädchen mit dem Weinglas“ langt aber.

Der Kenner weiß, das ist eines von 35 zweifelsfrei zugeschriebenen Jan-Vermeer-Gemälden, von denen eines immer noch nach Diebstahl verschwunden ist und zwei in Privatsammlungen hängen. Sechs Vermeers aber gibt es in Deutschland, einen davon seit 1714 in – Braunschweig.

Ja, kreisfreie Stadt im Niedersächsischen, 250.000 Einwohner und eine bewegte Geschichte, von der heute fast nur noch ein Museum erzählt. Benannt nach einem nicht unbedingt politisch bedeutenden Herrscher über dieses in diverse Zweige aufgeteilte Fürstentum der Welfen, aus dem immerhin einige englische Könige abstammten. Doch der Herzog Anton Ulrich (1633-1714) war ein barocker Genussmensch und ein Verschwender. Der zusammenkaufte, was er auf Reisen fand und was der Markt so hergab. Zur Mehrung seines Ruhmes natürlich. Aber auch, weil er ein geschmackssicherer, trüffelnasiger Ästhet, ja sogar Romanautor und Lyriker war.

Sein Prunkschloss Salzdahlum, das wegen des ewigen Geldmangels nur aus Fachwerk bestand, haben längst der Holzwurm und der Schimmel geholt, aber seine Kunstwerke und die seiner Nachfahren haben trotz Bankrott und zeitweiliger Paris-Entführung durch den diebischen Napoleon dank günstigen Zeitengeschicks beinahe vollständig bis ins Heute überlebt. Und so kündigen sie nicht nur vom einstigen Rang dieses kleinen Hofes, sondern sie sind auch eine exquisite Kollektion Kunstgeschichte. Von allem etwas und davon immer nur das Beste, ein toller Querschnitt durch Jahrtausende an Innovation, Talent und Handwerk. 4000 ausgestellte Artefakte von 190.000. Vier Straßenbahnstationen vom ICE-Bahnhof entfernt. Ein unglaubliches Schmuckstück in der Provinz. Der Louvre hat kaum Besseres, nur mehr davon.

Davon ahnt die Allgemeinheit immer noch zu wenig. Der Braunschweiger, herrschaftlich versippt immer wieder mit den Preußen, aber auch mit vielen tonangebenden Adelsfamilien in Resteuropa, weiß es schon. Schließlich sind die Welfen das älteste, nach wie vor mehr oder weniger existente Herrschergeschlecht überhaupt. Der bronzene Braunschweiger Löwe, wie auch der München-Gründer Heinrich der Löwe, sie haben einen guten Klang, die uralte Residenz, Burg Dankwarderode, sieht als neoromanische Rekonstruktion zumindest gut aus.

Aber im seit 1754 existierenden, seit 1887 im vom Semper-Schüler Oskar Sommer entworfenen Neorenaissancebau residierenden Herzog-Anton-Ulrich-Museum, da kann man nicht nur herrliche Dinge bestaunen, da teilt sich nach wie vor der einstige Glanz des Welfenhauses Braunschweig-Wolfenbüttel-Lüneburg in seiner Quantität und Qualität mit. Denn es ist keineswegs mit der exquisiten, im gesamten ersten, farbig kräftigen Stock auf großzügige Säle und sinnige Kabinette aufgeteilten Bildergalerie getan. Darin sind allein schon Vermeers undurchsichtige, weil sinnig-sinnliche Weinmaid und, am anderen Ende der Enfilade, das pastos flackernde „Braunschweiger Familienbild“ einer unbekannten, vom Pinsel Rembrandts vermutlich ideal zusammenkomponierten jüdischen Sippe jeden Zwischenstopp, ja sogar Umweg wert.

Dazu kommt im Erdgeschoss ein herrliches, natürlich nur in einer Auswahl präsentes Kupferstichkabinett, wo bis in die Gegenwart hinein zielstrebig grafisch gesammelt wird. Doch erst im zweiten Stock wird dieses Museum mit seinen herausragenden Spezialsammlungen ein Universum. Da nämlich präsentiert sich, in geschickter, feingliedrig abwechslungsreich arrangierter Auswahl alles, was man als Barockfürst mit Familienhinterlassenschaft noch so auf Schloss, Garten, Kunstkammer und sonstige Räumlichkeiten zu verteilen pflegte. Kleinbronzen und Marmorstatuen, Holz- und Elfenbeinschnitzereien. Drechselarbeiten, Ägyptisches, Griechisches und Römisches, Mittelalterretabeln und japanische Netsukes, chinesische Lackwaren, Kristall, Porzellan, Korallen, Reliquiare, Juwelen.

Die fantastische Kollektion an italienischer Renaissance-Majolika oder Limoges-Emaillen etwa hatte Anton Ulrich nicht als öde Musterstücke der Vollständigkeit wegen angehäuft, sondern weil der aufgeklärte Fürst als guter Humanist Gefallen an den dort abgebildeten Mythologien- und Historiendarstellungen hatte. Manches kam als Geschenk, anderes wurde vererbt, vieles von diversen Grands Tours als Souvenir mitgebracht. Doch Kitsch und Krempel sucht man in dieser – Niveau verpflichtet – selten hochwertigen Musterschau menschlichen Talents und Erfindungsgeistes vergebens.

Deren Präsentation etwas in die Jahre genommen war. Rauchglastüren und diffus trübes Licht, verblasste Bespannungen atmeten in dem äußerlich – im Gegensatz zum Rest-Braunschweig – den Krieg überstanden habenden Museum den muffigen Geist der Siebziger; die Kronjuwelen auf dem platten Land, sie waren etwas stumpf geworden. Es musste was passieren, aber nicht nur klein-klein, mit Masterplan, mit viel Geld (35,6 Millionen Euro) und komplett als „enzyklopädische Zeitkapsel“ neu durchdacht vom Berliner Büro Kuehn Mavezzi. Das hat als Erstes die wild wuchernden Einbauten herausgerissen und die dienenden Museumsabteilungen in einen neuen Annex verbannt.

Sieben Jahre war das Herzog-Anton-Ulrich-Museum geschlossen, die Inkunabeln zeigten sich reisefreudig, sollten international vom Ruhme der Sammlung künden. Anderes wurde zwischenzeitlich konserviert, restauriert, katalogisiert, alles oder besser: Das Schönste der übervollen Sammlungen ist jetzt neu gehängt, präsentiert, klimatisiert, ausgeleuchtet. Grandios wie nie, auf Sockeln und in Hightechvitrinen. Mal didaktisch, mal spielerisch arrangiert, immer als frugaler Abenteuerspielplatz der miteinander zwanglos dialogisierenden, sich ergänzenden Künste.

Der hemmungslos Schaulust auf immer neue Entdeckungen macht. Etwa mit einem ganz und gar unzickigen Quartett von Nymphen auf metallener Lotterliege, mit einer Bronzemenagerie als dreistöckiger Tortenzier oder einer konzentrierten, sonst nirgends so zu sehenden Auswahl barocker und klassizistischer Künstler(selbst)portraits. Oder eben einfach nur mit dem (vermutlichen) Selbstbildnis als David des bis heute rätselhaften venezianischen Renaissancemalers Giorgione, das schon in den Dreißigerjahren durch seine verletzliche Melancholie Samuel Beckett rührte.

Man findet in Braunschweig die wohl einzige Darstellung des um 320 v. Chr. regierenden makedonischen Herrschers Philippos III. Arrhidaios in granitener Pharaonengestalt ebenso wie das zeitweilig als lokale „Staatsreliquie“ gehandelte römische Onyxsteinschnittgefäß, dessen wunderbar verschlungene Historie sich bis Isabella d’Este zurückverfolgen lässt. Da gibt es einen von nur sieben in Europa vorhandenen, kreisrund ceylonesischen Elfenbeinprunkfächern oder eine selten filigran verzierte Henkelvase des noch selteneren „Medici-Porzellans“, das nämlich gar keines ist. Kameen, Landschaften, Golduhren, Teemaschinen, Traubenpokale, Silbermedaillen, mexikanische Keramik, Wachsreliefs und Schildpattkabinette formen sich zum sinnfälligen Parcours.

Und irgendwo hängt auch, Stickarbeit im goldenen Rokokoschnitzrahmen, das Portrait des ersten Museumsdirektors Daniel de Superville, den der Gründer Herzog Carl I. angestellt hatte und den er so verewigen ließ. Der Niederländer Superville war eigentlich Mediziner, und das Museum war zunächst ein „Kunst- und Naturaliencabinet“, das im kurz darauf beginnenden Siebenjährigen Krieg schon fast wieder hätte Geschichte sein können. Doch über 250 Jahre später hat es jetzt wieder einmal neu die Türen zu seinen Wunderkammern geöffnet.

Darin offenbart sich Pracht, beginnt Schwelgen und Schauen fast ohne Ende und doch konzentriert, kuratiert, ermüdungsfrei. „Lassen Sie sich verführen“, so locken mit einem appetitlich grünen Evaapfel die Werbebroschüren in dieses frisch polierte Paradies der Künste. Ja, Braunschweig ist wieder eine Reise wert.

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