Das Beste Haus in Modulbauweise  Designideen

Das Beste Haus in Modulbauweise
 Designideen

Kostensenkungen im Hausbau durch Verwendung vorgefertigter Bauteile ist kein eigentlich neues Thema. Im Verlauf des zweiten Weltkriegs entstand die Notwendigkeit zur kurzfristigen Erstellung preiswerten Wohnraums für ausgebombte Familien. Weitere (eher unrühmliche) Denkanstöße erhielten Architektur und Industrie im Rahmen der Errichtung von Straf-, Kriegsgefangenen- und Flüchtlingslagern. Baracken und Nissenhütten prägten vielfach das Erscheinungsbild ganzer Stadt(rand)siedlungen während der Kriegs- und Nachkriegsjahre.

Das Fertighaus der frühen Wirtschaftswunderzeit erinnerte in Bauweise und Optik noch sehr stark an die Architektur der genannten Notunterkünfte. Entsprechend groß waren – trotz des Kostenvorteils – seine Imageprobleme. Um diese abzuschütteln, verlegten sich die Hersteller auf immer hochwertigere Baustoffe und individuellere Varianten. Dem “Haus von der Stange” sieht man den Grad seiner Vorfertigung heute kaum noch an. Doch der Kostenvorteil gegenüber der traditionellen Bauweise blieb dabei weitgehend auf der Strecke.

Erst die anfangs eher freakische Idee, in Großserie produzierte (gebrauchte) Schiffscontainer zu Wohnhäusern umzubauen und hieraus Module zu entwickeln, um in einer Art Baukastensystem auch größere Gebäude erstellen zu können, brachte wieder zusammen, was zusammen gehört, nämlich industrielle Vorfertigung und Kostenersparnis. Hierbei flossen auch Ideen und Erfahrungen aus dem industriellen Raumzellenbau (Sanitärzellen, Küchenzellen, ganze Hotel- oder Patientenzimmer) mit ein, wie er sich unter Gesichtspunkten der Statik (Gewichtsreduzierung), Hygiene (fugenfrei eingepasste Sanitärobjekte , Wände und Böden) und natürlich ebenfalls der Kostenreduzierung beim Bau von Kreuzfahrtschiffen, Kliniken, Pflegeheimen oder im touristischen Sektor herausgebildet hatte. Als weiterer Entwicklungsstrang traten der Trend zur Minimierung der Haus- bzw. Wohnungsgröße (Small- House-, Tiny-House-, Singlehouse-, Micro-Appartement-Movement) bzw. der perfekten Raumausnutzung kleiner Wohneinheiten (space utilisation, Space saving Furniture), der zunächst das Wohnen in urbanen Ballungszentren für junge Berufseinsteiger oder Studenten wieder erschwinglich machen sollte, sich dann aber zu einer ökologisch-sozialromantischen Lebensphilosophie der Genügsamkeit (“Downsize your life”) und des Umweltbewusstseins (kleiner “ökologischer Fußabdruck” durch möglichst geringen Landschafts- und Materialverbrauch) entfaltete. Ein Betätigungsfeld für ambitionierte Utopisten wie Egon Kreuzer oder “kahalla”. Die haben einen Internet-Wettbewerb um die Realisierung des Prototyps eines “10.000-Euro-Hauses” ausgrufen, das nicht nur voll funktionsfähig und für eine kleine Familie ausreichend, sondern auch für Geringverdiener erschwinglichen sein und ökologischen Anforderungen gerecht werden soll.

Bislang sind wirklich überzeugende Lösungen der Aufgabe, die Möglichkeiten industrieller Massenproduktion konsequent im Sinne radikaler Kostenreduzierung umzusetzen, allerdings ausgeblieben. Radikale Sparmodelle nach dem Vorbild von nordafrikanischen oder südamerikanischen Lehmbauten, Erdtunnels oder Felsenhöhlen sind für Ottilie und Otto Normalverbraucher zu exotisch, viele puristische Simpel-Konstruktionen im Blechkistenlook für den durchschnittlichen Eigenheimer noch zu primitiv. Traditionelle Fertighaushersteller, die inzwischen am Container orientierte Wohnmodule in Holzständerbauweise und wertiger Massivholzoptik aufgelegt haben, können zwar mit baubiologischer Unbedenklichkeit und bester Wärmedämmung aufwarten, sind aber – trotz weitestgehender Vorfertigung, die eine Montage des Wohncubus in einigen Stunden ermöglicht – kostenmäßig wiederum weit über die Sparvorgabe hinaus geschossen.

Holzbau ist inzwischen nicht mehr billig, der Nachhaltigkeitsaspekt zur Lebenslüge der Holzindustrie geworden. Denn wo nicht nur umweltfreundlich mit Holz geheizt, sondern auch noch gebaut wird, Öko-Kinder grundsätzlich nur mit Holzspielzeug aufwachsen sollen und der Biobürger auf recyclebaren PC-Gehäusen besteht und hölzerne Brillen inzwischen den Weg vom Gesäß ins Gesicht gefunden haben, reicht der Ertrag nachhaltig bewirtschafteter heimischer Wälder nicht mehr aus. Längst stammt ein Teil des vermeintlich nachhaltigen Nachschubs aus hemmungslosem Raubbau, den eine internationale Holzmafia in devisenarmen, aber waldreichen Staaten Osteuropas oder Südamerikas organisiert.

Zukunftsfähig sind nur solche Konzepte, die nicht einfach nur auf momentan vielleicht noch preisgünstige Baustoffe zurückgreifen, das Bauen mit genormten Baukasten-Elementen weitestgehend standardisieren und den Grad der Vorfertigung auf den technisch fortgeschrittensten Level vorantreiben. Ein wirklicher Quantensprung in Richtung auf billigeres Wohnen gelingt nur, wenn die Planungen weit über den Bauvorgang selbst hinaus gehen. So ist etwa die Frage zu stellen, wie sich der Zeit- und Kostenaufwand für Beratung, Planung und Vorbereitung eines Bauvorhabens ohne Qualitätsverlust weitgehend reduzieren lässt; welche baubiologisch unbedenklichen und dauerhaft kostengünstigen Materialien auch in den nächsten Jahrzehnten noch ausreichend zur Verfügung stehen werden; welche Wärmedämmung und Beheizungsart langfristig das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bieten; welche Möglichkeiten zur Effektivierung der Logistik und des Baustellenmanagements noch nicht ausgeschöpft sind; welche Qualitätssteigerung durch Weiterentwicklung der Vorfertigung im Werk noch erreichbar sind u.a.m.

Ein überzeugendes Gesamtkonzept scheint jetzt unter der Leitung des Münchner Logistik-Professors Horst Wildemann in internationaler Kooperation zwischen Fertighausherstellern, Zulieferern und Architekten entstanden zu sein, das erstmals am 25.02.15 auf dem 1. Münchner Kolloquium “Modularisierung im Hausbau” der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde. Grundlage der scherzhaft als”Plattenbau 2.0, aber ohne Plattenbaulook” bezeichneten Gesamtlösung ist eine App, die es dem Häuslebauer ermöglicht, sein gesamtes Bauvorhaben am Tablet-Computer “per Fingerstreif” in wenigen Arbeitsschritten zu planen. So entsteht die Planskizze des individuellen Traumhauses durch Auswahl aus einer Fülle vorgegebener Grundriss- und Gestaltungsvarianten. Bereits enthalten sind alle gewünschten Details von der Küchen- und Badausstattung über alle nötigen Installationen und die Art der Energieversorgung bis hin zu einem Antrag auf Grundstücksprüfung und die erforderliche Bauherren-Versicherung. Am Ende errechnet das Programm die exakten Kosten, die beste Finanzierung und nennt sogar den Bautermin, der nicht länger dauern soll als einen Arbeitstag. Wer will, kann sich das Modell seines Hauses an Ort und Stelle per 3D-Drucker erstellen lassen und mit nach Hause nehmen.

Gebaut werde, so ist von der Gruppe um Prof. Wildemann zu vernehmen, nach dem Vorbild der Autoindustrie mit vielfältig kompatiblen Bauteilen, hier einem Baukasten aus exakt vorkonfigurierten Leichtbaumodulen, die aus auf Stahlträger montierten und aufwändig isolierten Gipskartonplatten bestünden. Diese seien somit perfekt schall- und wärmegedämmt und förderfähig und auf Wunsch auch in senioren- und behindertengerechter (barrierefreier) Ausführung erhältlich. Bis zu sechs Geschosse seien von der Statik her möglich.

Die neuartigen Raummodule sollen den Hausbau revolutionieren. Aus den Leichtbauteilen in unterschiedlichsten Größen ließen sich immer wieder neue und ganz individuelle Häuser konfigurieren. Der hohe Vorfertigungsgrad und die Präzision der industriellen Produktion erlaubten Toleranzen im Milimeterbereich, so dass der Aufbau in der Rekordzeit von 24 Stunden erfolgen könne – ohne Pfusch und auf bislang nicht gekanntem Qualitätsniveau. “Wir erfinden zwar nicht den Hausbau neu”, erklärt einer der Partner aus der Industrie, Knauf-Geschäftsführer Manfred Grundke, in einer Presseinformation, “aber die industrielle Fertigung sowie die Baustellenlogistik dafür. Auf diese Weise können die Baukosten um mehr als 70 % reduziert werden.”

Die Serienproduktion soll noch 2016 in Russland beginnen und in die ganze Welt exportiert werden (weitere Informationen zm Thema Modularisierung im Hausbau unter www.modular-housing.de).

Wie einem Bericht des Bayrischen Rundfunks vom 30.04.2015 zu entnehmen war, basieren die optimistischen Einsparungserwartungen der Hersteller auf einem Vergleich mit durchschnittlichen konventionellen Bauvorhaben, also Häusern mit etwa 150-170 m² Grundfläche. Noch drastischer dürften die Einsparungen bei Single-Häusern mit bis zu 50 m² Wohnfläche sein, die am preisgünstigsten mit einer elektrischen Infrarotheizung zu beheizen sind. Allein bei der Heizungsanlage können so ca. 8-9 Tausend Euro eingespart werden.

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