Das Beste spiegel fenster antik  Entwurf

Das Beste spiegel fenster antik
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Halb nackt sitzt sie da, hält die Arme vor den Körper. Als würde sie sich schämen. Von wegen! Die Augen der jungen Frau sagen etwas ganz anderes: Entspannt und ohne Scheu blickt sie den Betrachter an. Dass der ihre Brüste sehen kann – es scheint sie nicht zu stören. Man kann mit Worten lügen. Vielleicht auch, jedenfalls für kurze Zeit, mit der Körpersprache in die Irre führen. Die Augen aber verraten die Wahrheit. Sie seien „das Fenster zur Seele“, soll Hildegard von Bingen gesagt haben. Die Äbtissin aus dem 12. Jahrhundert lag so falsch nicht. Eine Studie am Dartmouth College im US-Staat New Hampshire zeigte, dass Menschen vor allem an den Augen erkennen, ob ihr Gegenüber gute oder böse Absichten hat. Ein evolutiver Vorteil, der in vorgeschichtlicher Zeit Leben retten konnte (und es vielleicht heute noch kann).

Die nicht wirklich verschämte Barbusige ist Hélene Fourment, die zweite Frau von Peter Paul Rubens (1577 bis 1640). Der flämische Meister malte sie um 1636/38 in neckischer Pose. Eine Kopie aus der Hand Martin von Wagners, um 1800 entstanden, ist eines von gut 80 Ausstellungsstücken der Schau „Augen & Blicke“ im Würzburger Martin von Wagner Museum (siehe Kasten). Sowohl Rubens als auch der Würzburger Kopist waren sich der Wirkung der Augen bewusst – und ihrer Bedeutung für die Aussage des Bildes.

Ein Kunstwerk werde „durch die Augen zum Leben erweckt“, so der Würzburger Kunsthistoriker Professor Damian Dombrowski im Ausstellungskatalog, und: „Nicht selten sorgen sie auch dafür, dass das Kunstwerk mit der Außenwelt kommuniziert.“

Antike Völker stellten sich diese Kommunikation durch die Augen sehr konkret vor, auch in der Wirklichkeit. Das Auge, so glaubte man, empfange nicht nur Licht, sondern sende gleichsam einen Sehstrahl aus. Und der konnte vernichtend sein. In praktisch allen Kulturen – vom Orient über Indien bis Südamerika – war die Angst vor dem „Bösen Blick“ verbreitet.

Dahinter steckte die Vorstellung, dass vermeintlich magisch Begabte allein durch scharfes Angucken Unheil über ihre Mitmenschen bringen könnten. Noch im 19. Jahrhundert glaubte man im Gebiet des heutigen Iran, jede alte Frau habe den „Bösen Blick“, generell. Selbst heute halten ihn ein paar Esoteriker für ein real existierendes Phänomen, wie eine Suche im Internet zeigt . . .

Den krassesten Blickzauber hatten freilich die Gorgonen drauf. Die drei geflügelten Schreckgestalten – Kennzeichen: Schlangen statt Haare – mussten nicht einmal aktiv werden, um zu vernichten. Wer ihnen auch nur ins Gesicht blickte, wurde zu Stein. Der Held Perseus wusste sich aber zu helfen: Er vermied direkten Blickkontakt, visierte nur das Spiegelbild des Horrortrios an und konnte so unversehrt der Gorgo Medusa das Haupt abschlagen. Das auch tot noch fatal wirkte: Perseus brauchte den Kopf bloß aus dem Sack zu ziehen, und – schwupps – wurde jeder, der das leblose Gorgonengesicht erblickte, zu Stein. Wie der „Böse Blick“ gehören Medusa und ihre Schwestern glücklicherweise ins Reich der Fabeln und Sagen. Doch weil Kunst und Kunsthandwerk immer auch ein Spiegel des jeweils Geglaubten sind, haben sie ihre Spuren hinterlassen.

Gegen den „Bösen Blick“ sollten zum Beispiel magische Amulette, häufig mit Augen-Abbildungen, helfen. Und Medusa samt Bezwinger Perseus ist seit der Antike ein beliebtes Motiv für Bildende Künstler. Eine der berühmtesten Darstellungen ist die „Medusa Rondanini“. Die knapp 40 Zentimeter hohe Plastik des Gorgonenhauptes nach einem Vorbild aus dem 5. Jahrhundert vor Christus ist in der Münchner Glyptothek zu sehen. Eine Kopie des Marmorkopfes ist Teil der „Augen & Blicke“-Schau. Die wohl im 19. Jahrhundert aus rötlichem Alabaster gefertigte Nachbildung wirkt seltsam beunruhigend. Nicht, weil sich Schlangen aus dem Haar unters Kinn winden. Die erscheinen fast harmlos. Vielmehr sind es die Augen in dem ebenmäßigen, eigentlich schönen Gesicht: Obwohl pupillenlos, ziehen sie den Betrachter in ihren Bann. Die Horrorgestalt Medusa ist zur subtil unheimlichen, seltsam fesselnden Femme fatale geworden. Ursprünglich war das Gorgonenhaupt fratzenhaft-hässlich mit vorstehenden Reißzähnen dargestellt worden.

Auch die Goethe-Büste in der Ausstellung hat pupillenlose Augen. Doch anders als bei der „Medusa Rondanini“ rufen sie keinerlei gespenstisches Gefühl hervor. Andererseits lässt sich der Dichterfürst auch nicht wirklich fassen. Mimik und Kopfhaltung lassen nur wenige Mutmaßungen zu. Goethe hat den Kopf ein wenig nach rechts gedreht – vom Betrachter weg? Der leicht schief gezogene Mund spricht von Überlegenheit, Ironie und Distanziertheit. Was hinter der hohen Dichterstirn vorgehen mag, ist ungewiss. Das Universalgenie bleibt für den gewöhnlichen Sterblichen unerreichbar. Vielleicht, weil die „Fenster zur Seele“ nicht offen sind.

Und dann ist da noch der Herr mit der braunen Kappe, der in Bernardo Licinios „Künstlerfreunde“-Bild (um 1530) selbst gar nicht auf dem Bild ist. Nur sein Spiegelbild blickt den Betrachter an. Vor dem Spiegel (und darin auch zu sehen) steht nur sein bärtiger Freund. Wo ist dann der mit der braunen Kappe? Außerhalb des Bildes, neben dem Betrachter? Kann nicht sein. Oder ist es der Betrachter selbst, der da aus dem Spiegel guckt? Wohl kaum. Sehr verwirrend . . .

Augen & Blicke heißt eine Ausstellung im Martin von Wagner Museum in der Würzburger Residenz (Südflügel). Sie vereint gut 80 Ausstellungsstücke aus viereinhalb Jahrtausenden: Altägyptisches und antik Griechisches treffen auf Skulpturen und Reliefs, Gemälde und Zeichnungen vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Unter anderem sind eine kleine Dürer-Grafik und eine Riemenschneider-Madonna zu sehen.

Fragen, welche die Schau stellt, lauten etwa: Wie werden Augen im Lauf der Geschichte künstlerisch dargestellt? Wie kommunizieren die Menschen auf Gemälden über Blickbeziehungen miteinander? Wie konstruieren Maler ihre Bilder anhand von Blicklinien, die sie zwischen den Figuren ziehen? Wie lenken sie die Blicke des Betrachters?

Thematisch in elf Sektionen gegliedert, geht es etwa um das Auge als Schönheitsideal, als Herausforderung für den Künstler, die emotionale Seite des Blicks oder darum, wie mit Blicken der Betrachter manipuliert werden soll.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10–13.30 Uhr. Sonntags ab 3. Januar 14-tägig 10–13.30 Uhr. Bis 2. April.

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