Elegante Haus in der Provence  Designideen

Elegante Haus in der Provence
 Designideen

Im Sommer, wenn die Zikaden singen und der Pastis wie Milch in den Gläsern steht, wenn sich die Alten im Schatten der Platanen versammeln, kann man sich kaum einen idyllischeren Ort vorstellen. Am Ortseingang von Correns verkündet ein Schild: 1er village bio de France. Auf das Label Bio ist man stolz in Correns. Hollywood, sagen sie hier gern, „geht uns am Arsch vorbei“.

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Stock Photo – haus in der provence | haus in der provence

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Lizenzfreies Bild 10 - Haus mit Wiese bei Sault Provence - haus in der provence-haus in der provence
Lizenzfreies Bild 10 – Haus mit Wiese bei Sault Provence – haus in der provence | haus in der provence

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Zum Verkauf angeboten in aix en provence: haus – 10 m10 – 10 Zimmer – haus in der provence | haus in der provence

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Haus in der Provence Paul Cezanne Gemälde mit öl zu verkaufen – haus in der provence | haus in der provence

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Ferienhaus mit Pool in der Provence bei Roussillon, Roussillon ..-haus in der provence
Ferienhaus mit Pool in der Provence bei Roussillon, Roussillon .. | haus in der provence

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Traditionelle französische Haus in der Provence Frankreich ..-haus in der provence
Traditionelle französische Haus in der Provence Frankreich .. | haus in der provence

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KLEINES HAUS IN PROVENCE RELAXATION SPA – Istres – haus in der provence | haus in der provence

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Datei:Cezanne – Haus in der Provence | haus in der provence

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Knapp 800 Einwohner zählt das Dorf in der Provence, darunter zwei Weltstars. Vergangenes Wochenende fand wieder das alljährliche Bio-Fest statt mit Honig- und Käseständen, mit Produzenten, die ihr Gemüse nach Mondphasen anbauen, mit Vorlesungen über ätherische Öle und einem Atelier unter dem Titel „Den eigenen Sonnenofen bauen“. Die bekanntesten Bewohner von Correns aber haben sich nicht blicken lassen.

Brad Pitt und Angelina Jolie? „Die halten uns doch für Erdärsche“, sagt einer der Alten von Correns, des culs-terreux, Bauerntrampel auf gut Deutsch. 2008, als sich die beiden Hollywoodstars in das Schloss Miraval verliebten, aus dem Helikopter heraus, als sie ihren provenzalischen Sommersitz erst mieteten, um ihn schließlich für geschätzte 45 Millionen Euro zu kaufen, haben die Bewohner von Correns noch Illusionen gehabt: dass man sie vielleicht mal am Freitagmorgen auf dem Markt treffen könnte; dass die Kinder in der kühlen Argens planschen würden, die durch das Dorf fließt; dass ein Powerpaar wie dieses den Tourismus ankurbeln oder sich für gute Zwecke einsetzen könnte.

„Wir wollten sie für einen Verein gewinnen, der sich für die Mukoviszidoseforschung engagiert“, erzählt eine Frau aus dem Tourismusbüro. „Wir haben ihnen geschrieben, auf Englisch, sie haben nicht mal geantwortet.“

Cézanne, Paul: Haus in der Provence [10] - Zeno-haus in der provence
Cézanne, Paul: Haus in der Provence [10] – Zeno | haus in der provence

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Ganz am Anfang haben Pitt und Jolie den Bürgermeister mal zum Abendessen eingeladen. Heute darf man Michaël Latz auf seine berühmtesten Bürger nicht mehr ansprechen. Als die beiden im August letzten Jahres geheiratet haben, ließen sie einen Friedensrichter aus Kalifornien einfliegen. Die Ehe wurde nicht im Rathaus, sondern in der Hauskapelle zelebriert. In Correns erzählt man sich, dass sie sogar das Mehl aus den USA haben kommen lassen, mit dem Sohn Pax den Hochzeitskuchen gebacken hat.

Als das Magazin „Vanity Fair“ im Dezember letzten Jahres eine lange Reportage aus dem Dorf brachte, nahm die ganze französische Presse die Schlagzeile auf: „Die Ungeliebten von Correns“; „Ihre Nachbarn hassen sie“; „Anwohner wütend“.

Einmal haben sich Pitt und Jolie mit den sechs Kindern ins Dorf gewagt: Ausflug in die Crêperie, die für andere Kunden gesperrt wurde. Das hat den Leuten in Correns nicht gefallen. Angeblich hat Jolie auch einmal einen Spieleladen, den Joué Club im nahe gelegenen Brignoles, privatisieren lassen. Das muss sich gelohnt haben. Sie soll mehrere Tausend Euro dort gelassen haben. Aber das war’s auch schon.

Man erzählt sich von einem Ausflug in den Chez Pierrot, einen Teesalon in Barjols. Und 2011 haben sich „Brangelina“, wie die beiden in den Medien gern genannt werden, dann noch mal mit den Kindern auf einem Flohmarkt im Nachbardorf sehen lassen. Binnen weniger Minuten waren sie von einer Menschenmeute umringt. Angelina Jolie ergriff die Flucht. Brad Pitt bat darum, nur ihn, nicht die Kinder zu fotografieren.

Die Dorfchronik verzeichnet ganze vier Ausflüge in acht Jahren. Man kann es Brangelina eigentlich nicht verübeln. Kein Crêpe kann so köstlich sein, dass man ihn mit der Weltöffentlichkeit teilen will.

Es ist wie verhext mit dem Süden Frankreichs: Er ist so schön, dass er alle anzieht. Elton John, Rod Stewart, David Beckham, Roger Moore. Sie alle haben einen Sommersitz in der Provence oder an der Côte d’Azur, aber sie zerstören das Paradies, das sie suchen. Es heißt, die Preise seien so in die Höhe geschossen, dass mittlerweile nicht mal mehr die Stars mithalten könnten.

Die luxuriösesten Villen und Güter sind in den Händen der Superreichen: von Bernard Arnault (reichster Mann Frankreichs), François Pinault und Vincent Bolloré – Platz acht und neun auf der Liste der Reichsten. Auch Cap Nègre darf natürlich nicht unterschlagen werden, der Sommersitz von Carla Bruni und Nicolas Sarkozy. Als der indische Stahltycoon Lakshmi Mittal ein Domizil im Süden suchte, beschwerte er sich beim Makler, dass man ihm nur Hausmeisterhäuschen zeige. Der russische Oligarch Roman Abramowitch ist fündig geworden. Für 500 Millionen Euro.

Dagegen wirkt der Sommersitz von Inès de la Fressange tatsächlich wie eine Gartenlaube. Der Vorzeigepariserin und dem einstigen Chanel-Modell scheint im Leben alles zu gelingen, nur nicht der Ausbau ihres angeblichen Poolhauses, ohne Baugenehmigung, mitten im Naturschutzgebiet. Anwohner haben gegen sie geklagt. 30 Tage hat sie jetzt, um ihr 100-Quadratmeter-Gästehaus wieder abzureißen. „Sie verkörpert einen Traum, aber steht nicht über dem Gesetz. Das ist beruhigend“, kommentierte die linke Tageszeitung Libération.

Regelmäßig im Sommer veröffentlichen die französischen Magazine Luftaufnahmen der schönsten Besitztümer. Bilder zum Träumen. Keiner würde auf die Idee kommen, dass so etwas den Sozialneid schürt. Das Konzept des Familiensommerhauses ist tief in der Mentalität der Franzosen verankert. Und was dem einen das alte Bauernhaus der Großeltern, ist dem anderen eben ein ganzes Dorf.

Nur auf Luftbildern kann man auch Miraval bewundern: ein Landhaus aus dem 16. Jahrhundert, mit Ablegern, Gästehäusern, eigener Kapelle, umgeben von 600 Hektar Land, darunter 50 Hektar Wein. Die Perrins, eine der größten Weindynastien Frankreichs, beraten bei Anbau und Kelterung. Es gebe nur wenige Weingüter auf der Welt, so Marc Perrin, die über alle Lagen verfügten. Bei den Pitt-Jolies ist das der Fall.

„Sie haben ein ganzes Tal“, sagt Perrin. Vermarktet wird inzwischen ein netter Rosé in schicker Flasche, bei dem man vor allem den Namen bezahlt. Der „Winespectator“ hat ihn trotzdem als einzigen Rosé auf seine Liste der 100 weltweit besten Weine gesetzt. Im Interview mit dem amerikanischen Fachmagazin sagte Pitt: „Ich habe mich gefragt, warum wir hier eigentlich keinen Weltklassewein machen? Also haben wir uns gedacht, dass wir das Ganze wie einen Film angehen müssen: Lass uns was machen, was die Leute lieben, worauf wir stolz sein können.“

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In Correns ist man nicht stolz auf diesen Wein. Mit der Ankunft der Perrins wurden die ortsansässigen Arbeiter entlassen. „Wir haben hier Weinbauern, Handwerker, Maurer … Meinen Sie, einer von ihnen hätte mal bei denen gearbeitet? Kein Einziger“, echauffiert sich ein kräftiger Kerl im Dorf.

Die Nachbarn, die Wein anbauen oder Ziegen haben, sie gehören nur noch zum Dekor. Für sie wiederum sind die reichen Sommergäste Schimären, die sie nie zu Gesicht bekommen: Sie reisen in verdunkelten Limousinen an, sie fliegen mit Helikoptern direkt in ihren goldenen Käfig.

Mit den Stars kommen die Journalisten, die Paparazzi, die Schaulustigen. In Plan-de-la-Tour, einem Dorf in der Nähe von Saint-Tropez, ist man heilfroh, dass Johnny Depp seinen Sommersitz verkaufen will. „Ich wohne seit 30 Jahren hier“, erzählt die Verkäuferin im Supermarkt, „aber habe ihn nicht ein einziges Mal gesehen.“

In Interviews hatte Depp immer wieder beschworen, wie großartig es sei, dem Gemüse beim Wachsen zuzuschauen. Vanessa Paradis hatte ernsthaft überlegt, ihre Kinder Jack und Lily-Rose in die Dorfschule zu schicken. Aber der Direktor wollte keine Bodyguards im Klassenzimmer. Inzwischen ist das Kapitel Depp-Paradis abgeschlossen. Das Paar, das lange Zeit als glamourösestes und normalstes Match von Hollywood galt, ist getrennt. Und Johnny will den Familienwohnsitz jetzt verkaufen: 1500 Quadratmeter Wohnfläche, zehn Gästehäuser, 15 Hektar Land.

Die Hochglanzmagazine drucken seitenweise Fotos aus dem Inneren des Anwesens, das vorher als top secret galt. In Wahrheit handelt es sich um eine Immobilienanzeige der etwas exklusiveren Art. Bei 23 Millionen Euro muss man sich marketingmäßig eben etwas einfallen lassen. Für diesen Preis lässt der Pirat der Karibik auch seine Gitarre, einen Schädel, Bücher, DVDs und sonstige persönliche Gegenstände drin.

„Normalerweise empfehle ich Verkäufern, alle persönlichen Spuren zu entfernen und die Wände weiß zu streichen“, sagt der Chef von Sotheby’s International Realty, „in diesem Fall liegt die Sache anders.“

Anfangs hatten Depp und Paradis geglaubt, sie könnten sich in die Dorfgemeinschaft einfügen. „Das war naiv“, sagt Mathieu, ein Nachbar. „Die Diskrepanz ist nicht zu überbrücken. Vielleicht in Kaliforniern, aber nicht hier.“ Noch ist die Provence nicht Hollywood, noch ist man nicht ganz unter sich.

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