Erstaunlich thai häuser pläne  Entwurf

Erstaunlich thai häuser pläne
 Entwurf

Das waren noch Karrieren: Geboren als Sohn eines verschuldeten Kapitäns, arbeitete sich Thomas Stamford Raffles von der mittellosen Bürokraft in London zum Stifter einer Metropole hoch. 1819 gründete er, 38-jährig, eine Handelsniederlassung der East India Company an der Spitze der malaiischen Halbinsel. Sie hätte Raffles City heißen können, doch man wählte den malaiischen Namen Singapura – „Löwenstadt“.

Wooden Thai Style House | Wood house design, Bamboo house design - thai häuser pläne-thai häuser pläne
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Una cabaña de campo rústica de dos pisos finamente terminada en ..-thai häuser pläne
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Hausbau in Thailand (10/10) Bauplanung สร้างบ้านใหม่ แผนการ (การก่อสร้าง) - thai häuser pläne-thai häuser pläne
Hausbau in Thailand (10/10) Bauplanung สร้างบ้านใหม่ แผนการ (การก่อสร้าง) – thai häuser pläne | thai häuser pläne

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Craftsman D-10 | Haus design pläne, Architektur und Haus pläne - thai häuser pläne-thai häuser pläne
Craftsman D-10 | Haus design pläne, Architektur und Haus pläne – thai häuser pläne | thai häuser pläne

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House design plan 10x10 with 10 bedrooms (mit Bildern) | Haus pläne ..-thai häuser pläne
House design plan 10×10 with 10 bedrooms (mit Bildern) | Haus pläne .. | thai häuser pläne

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Hausbau in Thailand Traum oder Alptraum | ursusemigrantus - thai häuser pläne-thai häuser pläne
Hausbau in Thailand Traum oder Alptraum | ursusemigrantus – thai häuser pläne | thai häuser pläne

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House design plan 10x10.10m with 10 bedrooms | Duplex house design ..-thai häuser pläne
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Hausbau in Thailand Traum oder Alptraum | ursusemigrantus - thai häuser pläne-thai häuser pläne
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Wann wurde der letzte Tiger in Singapur gesehen? 2013, als Tom Jones beim Formel-1-Rennen auftrat. Kleiner Scherz. Der letzte frei lebende Tiger streifte in den 1930er-Jahren am Singapur-Fluss entlang und wurde erschossen.

Löwen hingegen gab es hier nie. Dass Singapur trotzdem „Löwenstadt“ heißt, ist der Schusseligkeit eines Prinzen aus Sumatra zu verdanken. Der landete im 13. Jahrhundert im späteren Singapur und behauptete, einem Löwen begegnet zu sein – die Namensgebung beruht also auf einer Verwechslung.

Nachdem die Sache mit dem Löwen, der eigentlich ein Tiger war, geklärt ist, muss weiter aufgeräumt werden: mit Singapurs Wahrzeichen, dem Merlion. Das Fabelwesen mit dem Körper eines Fisches und dem Kopf eines Löwen ist historisch falsch. Korrekt wäre ein Meerestiger, also ein Fischkörper mit Tigerkopf.

Der 2010 eröffnete Gebäudekomplex Marina Bay Sands ist dank seiner ungewöhnlichen Form zu einem neuen Wahrzeichen geworden. Drei gläserne Wolkenkratzer mit Boutiquen, Spielkasino, Hotel sind gedeckelt von einem langen, flachen und mit Palmen bestandenen Riegel. Erinnert an ein übergroßes Bügelbrett und wird andauernd fotografiert. Der Blick von oben lohnt sich – man kann ihn auch schwimmend genießen, auf dem Dach gibt es den schönsten Pool Südostasiens.

An den Stadtgründer erinnert heute noch eine Hotelkette, deren Stammhaus 1887 in Singapur eröffnete. Damals war das luxuriöse „Raffles“ an der Beach Road Nr. 1 ein Strandhotel mit Meerblick. Durch ausgiebige Landgewinnung befindet es sich heute weit entfernt vom Wasser, in bester Innenstadtlage. Hauptattraktion des Hauses ist die „Long Bar“, in der täglich mehr als tausend Gläser des berühmtesten Drinks der Stadt getrunken werden: Singapore Sling.

Der Singapore Sling wurde 1915 erfunden – angeblich weil eine Frau in der Bar des „Raffles“ herbe Männerdrinks wie Whisky und Gin ablehnte. Also erfand Barkeeper Ngiam Tong Boon für sie eine süße Mischung, die zum Nationalgetränk avancierte.

Das Originalrezept ging in den 30er-Jahren verloren. Macht nichts, heute nimmt man Gin, Kirschlikör, Grenadine, Cointreau, Dom Bénédictine, Limetten- und Ananassaft sowie einen Spritzer Angostura Bitter. Das Hotel lebt gut von dem Cocktail – so wie Salzburg von der Mozartkugel.

Was haben Goldregenpfeifer, Pfuhlschnepfen, Deutsche und Briten gemeinsam? Sie alle nutzen Singapur als Stopover-Ziel. Die beiden erstgenannten Spezies legen auf den rund 60 kleineren, zu Singapur gehörenden Tropeninseln einen Zwischenstopp auf ihrem Weg von Sibirien Richtung Südhalbkugel ein. Die letztgenannten Arten verbringen in Singapur durchschnittlich 3,5 Tage, um danach weiterzufliegen zu ihrem eigentlichen Urlaubsziel, meist Australien oder Neuseeland.

Eine der besten Erfindungen Singapurs sind die Hawker Halls – Dutzende Garküchen, versammelt unter einem Dach, überwacht durch die ortsüblich scharfe Lebensmittelkontrolle. Man kann sich an einem Fleck für wenig Geld durch alle Küchen Asiens probieren: von Kantonesisch über Malaiisch bis Halal-Indisch und natürlich durch lokale Favoriten wie Nasigoreng und die Nudelsuppe Laksa.

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Genial 10 Bilder Tropische Kleine Haus Design | Bali haus, Haus ..-thai häuser pläne
Genial 10 Bilder Tropische Kleine Haus Design | Bali haus, Haus .. | thai häuser pläne

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Wagt man sich an die einheimische Küche, dürfen Chili-Crabs nicht fehlen. Die handtellergroßen Krustentiere werden in einem feuerroten, süßsauren Sud aus Tomaten und Chili gekocht. Man isst sie mit der Hand. Vorsicht aber, wenn man sie nicht zu knacken weiß, dann droht eine Riesensauerei! Vielleicht mit Rücksicht auf Hemd und Bluse zuerst das andere Nationalgericht probieren: Hainanese Chicken Rice, Hühnchen mit Reis.

Die Durian ist die Erdbeere Singapurs: süß und heiß geliebt. Ihr zu Ehren feiert man sogar Festivals. Doch der Geruch der pickligen, melonenförmigen Frucht verschlägt einem den Atem – wie alter Käse mit einem Hauch von Zwiebel. In der U-Bahn ist der Durian-Verzehr deshalb verboten. Es gibt sogar ein eigenes Verbotszeichen. Das hat die Erdbeere nicht.

Zehntausende Menschen nahmen im strömenden Regen Abschied von Lee Kuan Yew in Singapur. Die Trauerfeier fand in der National University of Singapur statt – mit Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt.

Quelle: Reuters

Er war streng, klug, unbestechlich und 31 Jahre lang Regierungschef: Lee Kuan Yew. Nachdem Singapur am 9. August 1965 die Föderation mit Malaysia verließ und unabhängig wurde, machte er die verarmte tropische Insel zu einem der reichsten und politisch stabilsten Staaten weltweit.

Sein „Streben nach Wohlergehen und Glück des Volkes“ setzte Lee mit eiserner Faust durch; legendär sein Satz „Ein Übermaß an Demokratie führt zu disziplin- und ordnungslosen Bedingungen, die der Entwicklung schaden.“ Trotz der vielen Vorschriften, die er seinem Volk machte, gilt Lee als Nationalheld. Als er im März 2015 starb, defilierten 450.000 Trauernde an seinem Sarg vorbei, knapp ein Zehntel der Bevölkerung.

Spitzenpositionen auf Bestenlisten sind im stolzen Singapur gern gesehen. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen befindet sich der Stadtstaat jedoch nur auf Platz 153 von 180, zwischen Russland und Libyen. Die Medien sind autoritär gelenkt, rügt die Organisation. Kritische Blogger und Journalisten würden zum Schweigen gebracht. Auch 50 Jahre nach Staatsgründung hat die Regierung den Wert einer unabhängigen Presse noch nicht erkannt.

Die deutschen Graffiti-Sprayer Andreas K. und Elton H. müssen in Singapur ins Gefängnis und bekommen Stockhiebe, weil sie einen U-Bahn-Wagen mit Graffiti beschmiert haben. Der Anwalt äußert sich zum Urteil.

Quelle: N24

Auch kleine Delikte werden streng geahndet. Zigarettenkippe weggeworfen? Auf zur Sozialarbeit, Rasenflächen reinigen! Jüngst wurden zwei deutsche Graffiti-Sprayer wegen Vandalismus zu neun Monaten Haft und drei Stockschlägen verurteilt.

Kein Witz: Es ist strafbar, in der Öffentlichkeit oder in privaten Räumen (auch Hotelzimmern) nackt herumzulaufen. Erhascht ein Nachbar einen Blick, etwa durch ein geöffnetes Fenster, und fühlt er sich belästigt, sind bis zu 2000 Singapur-Dollar oder drei Monate Haft oder beides fällig.

Auch kein Witz: Wer ein öffentlich zugängliches WC benutzt hat, muss die Spültaste betätigen. Wer das vergisst und erwischt wird, zahlt bis 1000 Dollar Strafe.

Leider auch kein Witz: Schwuler Sex ist strafbar. Strafrecht-Artikel 377A formuliert das so: „Jede männliche Person, die in der Öffentlichkeit oder im Privaten eine grob unanständige Handlung mit einer anderen männlichen Person vollzieht, deren Vollzug begünstigt, zu deren Vollzug verleitet oder versucht, dazu zu verleiten, kann zu bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt werden.“ Eine Schwulenszene gibt es in der Stadt trotzdem.

Kaugummi ist seit 1992 offiziell verbannt – vor allem, weil „Vandalen“ mit Kaugummi wiederholt die elektronischen Türsensoren der U-Bahn verklebt hatten. 2004 wurden immerhin Import und Konsum von medizinisch verordnetem Kaugummi erlaubt. Das Ausspucken von Kaugummi im öffentlichen Raum wird weiterhin mit 500 Dollar Strafe geahndet.

Legendär sind die „Better people“-Kampagnen, von denen es bislang über ein Dutzend gab. 1968 etwa wurde zum „Haltet Singapur sauber“-Jahr ausgerufen, die „Sprecht Mandarin“-Kampagne 1979 sollte die Kenntnisse des Hochchinesischen verbessern, „READ Singapore“ 2004 zum Lesen ermuntern. Hilfreich waren die „Speak good English“-Jahre 2000 und 2010 – mit Englisch kommt man in Singapur praktisch überall durch.

Egal wie verschnupft Sie sind: Das Schnäuzen mit einem Taschentuch gilt als extrem ungehobelt. Stattdessen zieht man die Nase hoch, bis die Nebenhöhlen voll sind.

Trotz des Images als blitzsaubere Spielverderber-Metropole: Singapur hat ein veritables Nachtleben. Die Sperrstunde ist abgeschafft, inzwischen ist es auch nicht mehr verboten, auf Tischen und Tresen zu tanzen. An Clarke Quay und Boat Quay reihen sich Bars, Clubs und Karaoke-Schuppen aneinander, wo Nacht für Nacht rustikal gebechert wird. Geylang ist ein echter Rotlichtbezirk, der vom pragmatischen Umgang der Regierung mit dem ältesten Gewerbe der Welt zeugt.

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Gehobener und gesitteter geht es zu in den Roof-Top-Bars, etwa „The Lantern“ auf dem „Fullerton Bay Hotel“ oder im „Ku Dé Ta“ auf dem „Marina Bay Sands Hotel“. Hier genießt man gleichzeitig eine frische Brise, die erleuchtete Skyline und einen Blick auf Singapurs Hautevolee.

Unkonventionelles Vergnügen zu später Stunde verspricht Singapurs Night Safari. Seit 1994 kann man in einem Tropenpark nach Einbruch der Dunkelheit mehr als 130 nachtaktive Tierarten erleben, deren Gehege entweder per Elektrobahn oder auf Pirschpfaden zu Fuß erkundet werden. Ein Gänsehaut-Erlebnis zwischen Elefanten und Nilpferden, Tapiren und Hyänen.

2008 entschloss sich Singapur, einen Formel-1-Wettbewerb mitten in der Stadt auszutragen – als Nachtrennen. Erstaunlich, weil doch sonst Ruhe erste Bürgerpflicht ist. Schon Tage vor dem Großen Preis von Singapur (dieses Jahr am 20. September) dröhnen die Boliden auf Trainingsrunden infernalisch durch die Straßen. Das Rennen und das hochkarätige Showprogramm ziehen Zehntausende Zuschauer an.

Das kleine Singapur steht zwar nur auf Platz 150 der Fifa-Weltrangliste, ist aber im südlichen Asien trotzdem eine Fußball-Großmacht – Indien (Fifa-Rang 156) und Indonesien (Rang 164) schneiden schlechter ab, obwohl sie ein paar Hundert Millionen Einwohner mehr haben. Singapur konnte bereits viermal die Südostasien-Meisterschaft gewinnen.

1819 als Wohnviertel für Chinesen gegründet, ist Chinatown heute vor allem ein touristischer Hotspot mit „Made in China“-Souvenirs. Wer wissen will, wie das Leben hier im 19. Jahrhundert aussah, besucht das China Heritage Center in einem restaurierten Shophouse auf der Pagoda Street – erschütternd die winzigen Verschläge, in denen damals mehrköpfige Familien auf ein paar Quadratmetern hausen mussten.

Den Indern wiesen die Briten das heutige Little India zu. Das Quartier ist das lauteste, bunteste, ungeordnetste in ganz Singapur, es riecht nach Gewürzen und Räucherstäbchen, in den Arkadengängen stapeln sich Kartons und Säcke, hier wird mehr gehupt und öfter bei Rot über die Straße gegangen als anderswo im Stadtstaat. Fast wie in Indien.

Im Stadtviertel der Malaien und Araber stehen Moscheen und das Malay Heritage Center, ein paar alte orientalische Cafés und Geschäfte gibt es auch noch. Doch die Gentrifizierung von Kampong Glam ist in vollem Gange, vor allem rund um die Haji Lane reihen sich Edelboutiquen, Vintage-Shops und coole Tränken aneinander, die reichlich Alkohol ausschenken, trotz des muslimischen Ursprungs der Gegend.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich eine „neue“ Mischkultur aus: Peranakan. So nennen sich die Einheimischen, die Abkömmlinge eines chinesischen Vaters und einer malaiischen Mutter sind. Religion, Wohn- und Kleidungsstil sind von chinesischer Tradition bestimmt, während Sprache und Küche malaiisch geprägt sind.

In Singapur ist diese Kultur vor allem im Stadtteil Katong lebendig: Dort gibt es eine Reihe Restaurants, in denen Peranakan-Gerichte wie Otak-Otak serviert werden – Fisch, Kokosmilch, Thai-Ingwer, Chili und Kräuter, gegart in einem gewickelten Bananenblatt.

Singapur ist die Schweiz Asiens. Nicht nur wegen der Ordnungsliebe, sondern weil es vier offizielle Sprachen gibt: Mandarin (Muttersprache für 59 Prozent), Englisch (23), Malaiisch (14) und das südindische Tamil (3).

Viel benutzt wird der Lokaldialekt „Singlish“. Seine Basis ist Englisch, Würze geben Einflüsse aus dem Chinesischen und anderen asiatischen Sprachen. Typisch sind Wortdoppelungen: „walk walk, see see“.

In das „Oxford English Dictionary“ haben es unter 60 Millionen Einträgen immerhin zwei aus dem Singlish geschafft: die Endsilbe „lah“, die keine Wortbedeutung hat, aber als Anhängsel eine Aussage betonen soll („You understand lah?“) sowie „sinseh“ als Bezeichnung für einen Arzt der traditionellen chinesischen Medizin.

Nicht nur die Chinesen haben Spuren hinterlassen. Von 1942 bis 1945 war Singapur japanisch besetzt und wurde in Syonan-to umbenannt, „Licht des Südens“. Tatsächlich war es eine dunkle Zeit – Zehntausende wurden umgebracht, Lebensmittel waren knapp, die Menschen wurden bespitzelt und unterdrückt, mussten Japanisch lernen, Schüler morgens die japanische Hymne singen. Wen wundert’s: Sonderlich beliebt sind japanische Touristen in Singapur bis heute nicht.

Singapurer lieben Kaffee, die Stadt ist voll von Coffeeshops. Aber vergessen Sie Starbucks & Co., gehen Sie lieber in ein „Kopi Tiam“, eines dieser rustikalen Cafés, wo man Kopi (Kaffee mit Kondensmilch), Kopi-O (schwarzen Kaffee mit Zucker), Kopi-po (leichten Kaffee), Kopi-gau (starken Kaffee) bekommt. Wer sich traut, bestellt Kopi Gu You (Kaffee mit Butter) – schmeckt viel besser, als es klingt.

Premier Lee Kuan Chew war ein früher Grüner: Schon 1967 beschloss er, Singapur zur Gartenstadt zu machen. 1971 führte er einen Baumpflanztag ein, über zwei Millionen Exemplare sind seither gepflanzt worden. Singapurs berühmteste Grünanlage, der Botanische Garten, geht allerdings auf die Briten zurück: 1859 angelegt, ist er mit 4,2 Millionen Besuchern der meistbesuchte weltweit – und seit dem 4. Juli 2015 auch Singapurs erste Stätte, die es in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes geschafft hat.

Der einzige Teil des Botanischen Gartens, der Eintritt kostet, ist der Orchideengarten. Aber es lohnt sich! Rund 1000 Orchideen-Sorten und 2000 Kreuzungen sind hier zu bewundern. Im VIP-Sektor sind Züchtungen ausgestellt, die Prominenten gewidmet sind.

Da blüht zum Beispiel bescheiden weiß eine Prinzessin-Diana-Orchidee, während „Dendrobium Angela Merkel“ in knalligem Violett-Mint um Aufmerksamkeit heischt. Weitere Berühmtheiten, die es in die Orchideen-Liga geschafft haben, sind Margaret Thatcher und Nelson Mandela.

Auf aufgeschüttetem Land sind auf 101 Hektar die neuen Lustgärten der Millionenstadt entstanden: Gardens by the Bay. Sozusagen die blühenden Landschaften von Singapur, natürlich futuristisch-modern mit 50 Meter hohen Bäumen aus Stahl und dem größten Glasgewächshaus des Planeten.

Zwar ist der Stadtstaat dicht besiedelt, trotzdem ist noch Platz für Urwald. In 20 Minuten ist man mit dem Taxi in der „Bukit Timah Nature Reserve“, einem Stadtdschungel, den man auf Betonwegen und Holzstegen erkunden kann. Die Fauna besteht vor allem aus turnenden Affen (füttern verboten) und unfassbar lauten Zikaden, die Flora ist ein wildes Durcheinander aus gut 900 Arten, vom Urfarn über Lianen bis zu Magnolien.

Allerdings hat die Wildheit Grenzen: Singapurs höchste Tropenbäume sind mit Blitzableitern versehen; ein bisschen Ordnung muss schließlich auch in der Natur sein.

Nach wie vor Weltrekord ist die Spannweite von Pteropus vampyrus, auch Large Flying Fox genannt: bis zu 1,7 Meter von Flügelspitze zu Flügelspitze. Wohnhaft zum Beispiel auf Pulau Ubin, einer kleinen Insel im Nordosten Singapurs. Keine Sorge, die Riesenfledermaus ist überzeugter Veganer und ernährt sich nur von Früchten und Pflanzen.

Dass die Engländer hier mal eine größere Rolle spielten, merkt man noch am Linksverkehr. Singapur fährt damit nicht völlig falsch. Auch die Nachbarn Malaysia und Indonesien sind konsequente Linksfahrer.

Singapurs Taxifahrer sind freundlich, fahren niemals Umwege und lassen sich familiär „Uncle“ nennen. Das Taxisystem des Stadtstaats ist eigentlich eine einzige Freude. Wenn es nur nicht so schwer wäre, spontan einen Wagen herbeizuwinken. Meist wird man ignoriert, weil 100 Meter weiter eine Taxistation ist, an der man sich brav in die Schlange der Wartenden einzureihen hat. Vorschrift ist Vorschrift.

Auch sehr erfreulich: die U-Bahn. Das Metronetz ist wie die Taxis vorbildlich sauber und effizient. Damit niemand vor lauter Begeisterung auf die Gleise stürzt, sind an den Bahnsteigkanten Glaswände angebracht. Die Züge halten zentimetergenau an den Glastüren.

Am erfreulichsten: der internationale Flughafen. Teppichboden! Palmengarten! Bonbons an der Passkontrolle! Wer als Flugreisender Frankfurt am Main oder JFK in New York gewöhnt ist, kommt am Changi Airport aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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Kein Wunder, dass Changi in der weltgrößten Passagierumfrage von Skytrax zum dritten Mal hintereinander zum weltbesten Flughafen gewählt worden ist. Das mag auch daran liegen, dass das erste Gepäckstück zwölf Minuten, nachdem ein Flugzeug angedockt hat, auf dem Gepäckband liegen muss. Das letzte Gepäckstück spätestens nach 29 Minuten.

1972 erblickte das „Singapore Girl“ das Licht der Welt. Stets attraktiv und anmutig, rank und schlank, charmant und elegant, avancierten die Stewardessen von Singapore Airlines zu einer globalen Ikone; sie trugen wesentlich dazu bei, dass die Fluggesellschaft zu Singapurs bekanntester Weltmarke wurde.

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Erkennbar am grazilen Schwebeschritt, am Dauerlächeln und natürlich an der Dienstkleidung: keine schnöde Uniform, sondern ein langes Kleid mit dezentem Schlitz und Batik-Muster, entworfen vom Pariser Modemacher Pierre Balmain.

Bewerberinnen durchlaufen eine 13-wöchige Ausbildung, die als härteste Stewardessenschule der Welt gilt. Haarlänge, Nagellackfarbe und sogar der Strahlwinkel beim Einschenken des Kaffees an Bord sind vorgeschrieben.

Singapurs zweitbekannteste Weltmarke enthält fünf Prozent Alkohol, ist in 70 Ländern erhältlich und wird seit 1932 als „Pilsener nach europäischer Brauart“ abgefüllt. Beim Brauen wird Rohrzucker verwendet, der dem würzigen „Tiger Beer“ seine angenehme tropische Süße verleiht.

Hilft gegen Erkältung, Insektenstiche, Muskelschmerzen: Tiger Balm. Der Balsam mit der Raubkatze im Logo wird seit den 20er-Jahren in Singapur hergestellt und enthält keine Inhaltsstoffe von Tigern, sondern ätherische Öle wie Menthol und Kampfer. Tiger ist übrigens die Übersetzung des chinesischen Vornamens Haw – so hieß ein Sohn des Drogisten, der die Salbe in den 1870er-Jahren in Birma erfand.

Mit 165 Meter Höhe war der „Singapore Flyer“ bis 2014 das höchste Riesenrad der Welt. Nun steht ein noch höheres in Las Vegas. Egal. In Singapur hat man trotzdem einen Wahnsinnsblick auf Hafen und Wolkenkratzer. Für romantische Augenblicke zu zweit eignet es sich eher nicht: In jede Gondel passen 28 Passagiere. 30 Minuten dauert eine Runde.

Ähnlich langsam ist der Eastern & Oriental Express unterwegs, trotz des Tempoversprechens in seinem Namen. Kaum schneller als ein frisiertes Mofa zuckelt der asiatische Luxuszug von Singapur nach Bangkok in Thailand durch Reisfelder und Palmenhaine.

Entschleunigung mit Gourmetküche und Afternoon-Tea! Je nach Route braucht der Zug drei bis sieben Tage. Ein Abstecher zur legendären Brücke am River Kwai ist auch dabei.

Nirgends sind Fußgänger schneller unterwegs als in dem Stadtstaat, haben britische Forscher mit Maßband und Stoppuhr herausgefunden. Um eine Strecke von 60 Fuß (knapp 20 Meter) zurückzulegen, braucht ein Singapurer 10,55 Sekunden, gefolgt von Kopenhagenern (10,82 Sekunden) und Madrilenen (10,89 Sekunden). Die Berliner liegen mit 11,16 Sekunden auf Rang 7, während man sich in Blantyre/Malawi am meisten Zeit lässt: 31,6 Sekunden für die 20-Meter-Strecke.

Die Wahrscheinlichkeit, sich einen Millionär zu angeln, ist in Singapur so groß wie kaum irgendwo sonst auf der Welt. 150.000 Menschen mit einem Vermögen von mindestens einer Million US-Dollar zählt der „Wealth Inside Report“, bis 2018 soll die Zahl auf 180.000 wachsen. Und das bei gerade mal 5,5 Millionen Einwohnern.

Als das Thermometer am 31. Januar 1934 auf 19,4 Grad Celsius sank, war das die kälteste, jemals gemessene Temperatur in Singapur. Der Hitzerekord liegt bei 36,0 Grad (26. März 1998). Im Durchschnitt herrschen 28 Grad. Zum Neidischwerden – wenn da nur nicht diese fiese tropische Luftfeuchtigkeit wäre, die gefühlt gern mal 100 Prozent übersteigt.

Zwar herrscht in Singapur fast überall Rauchverbot, doch nicht alle halten sich daran. Zum Beispiel die Indonesier. Von denen weht immer mal wieder der sogenannte „Haze“ herüber. Das ist ein unangenehmer Dunst, der von Waldbränden stammt, die im Nachbarstaat zur Rodung des Tropenwalds entfacht wurden.

Steht der Wind schlecht, umhüllt Singapurs Wolkenkratzer ein graugelber Vorhang aus Rauchschwaden. Eine blühende Krimigattung („Rauch des Grauens“) ist daraus noch nicht entstanden.

Dafür gibt es eine andere, mittlerweile auf 24 Bände angewachsene Buchreihe: „True Singapore Ghost Stories“ – Horrorgeschichten, die sich seit 1989 mehr als eine Million Mal verkauften. Russell Lee hat sie geschrieben, der erfolgreichste Buchautor in Singapur. Theoretisch. Denn tatsächlich kennt ihn niemand: Bei öffentlichen Auftritten zeigt er sich stets mit Hut, Handschuhen und schwarzer Gesichtsmaske.

Keiner weiß, wer er wirklich ist. Nicht unwahrscheinlich, dass es sich bei Russell Lee um eine Erfindung handelt, hinter der eine ganze Ghostwriter-Kompanie steckt. Perfekte Organisation ist eben alles, wie überall in Singapur.

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von Singapore Airlines und vom Singapore Tourism Board. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

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