Fantastisch geberit dusch wc mera  Konzept

Fantastisch geberit dusch wc mera
 Konzept

Wer im Stammwerk des Sanitärherstellers Geberit Stimmen oder Musik aus einem Radio hinter sich hört, sollte rasch zur Seite treten. Gleich kommen nämlich „Albert“, „Bruno“ oder „Sven“, die „autonom fahrenden mobilen Einheiten“. Transportroboter, „die Kartons, Schrauben, Wasserlaufbögen und Elektronikteile zu den einzelnen Arbeitsstationen bringen“, sagt Karl Zahner, Werksleiter bei Geberit im schweizerischen Jona. Und damit niemand im Weg steht, hat Zahner das Roboter-Trio mit Radiogeräten ausgestattet, die während der Arbeitszeit dauerhaft laufen. Zur Sicherheit.

Geberit AquaClean - geberit dusch wc mera-geberit dusch wc mera
Geberit AquaClean – geberit dusch wc mera | geberit dusch wc mera

Image Source: geberit.com

Geberit AquaClean Mera Classic Stand-Dusch-WC Komplettanlage - geberit dusch wc mera-geberit dusch wc mera
Geberit AquaClean Mera Classic Stand-Dusch-WC Komplettanlage – geberit dusch wc mera | geberit dusch wc mera

Image Source: tooaleta.de

Geberit AquaClean Dusch WC Mera Comfort weiß-Alpin #100.100.100-geberit dusch wc mera
Geberit AquaClean Dusch WC Mera Comfort weiß-Alpin #100.100.100 | geberit dusch wc mera

Image Source: ssl-images-amazon.com

Geberit Aquaclean Mera Comfort | HSI-Steinfurt Heizung & Sanitär - geberit dusch wc mera-geberit dusch wc mera
Geberit Aquaclean Mera Comfort | HSI-Steinfurt Heizung & Sanitär – geberit dusch wc mera | geberit dusch wc mera

Image Source: hsi-steinfurt.de

Geberit AquaClean Mera Dusch-WC bei uns im Bäderstudio in ..-geberit dusch wc mera
Geberit AquaClean Mera Dusch-WC bei uns im Bäderstudio in .. | geberit dusch wc mera

Image Source: riehm-bad.de

Geberit AquaClean Mera Comfort WC-Komplettanlage - geberit dusch wc mera-geberit dusch wc mera
Geberit AquaClean Mera Comfort WC-Komplettanlage – geberit dusch wc mera | geberit dusch wc mera

Image Source: cloudinary.com

Geberit AquaClean Dusch WC Mera Comfort weiß-Alpin #100.100.100-geberit dusch wc mera
Geberit AquaClean Dusch WC Mera Comfort weiß-Alpin #100.100.100 | geberit dusch wc mera

Image Source: ssl-images-amazon.com

Geberit AquaClean Mera Comfort WC Komplettanlage - geberit dusch wc mera-geberit dusch wc mera
Geberit AquaClean Mera Comfort WC Komplettanlage – geberit dusch wc mera | geberit dusch wc mera

Image Source: tooaleta.de

Geberit AquaClean Mera: Neue spülrandlose Dusch-WC-Generation mit ..-geberit dusch wc mera
Geberit AquaClean Mera: Neue spülrandlose Dusch-WC-Generation mit .. | geberit dusch wc mera

Image Source: baulinks.de

Die drei Roboter müssen allerhand heranschaffen, damit die Montage eines WCs nicht länger als 85 Minuten dauert. Die Toiletten, die sie hier bei Geberit bauen, sind anders als herkömmliche Toiletten und bestehen aus rund 220 verschiedenen Einzelteilen und Baugruppen.

Unterschiedlichste Materialien werden verbaut, darunter Metall, Kunststoff, Elektronik, Kabel und Verbindungselemente. „Die Teile kommen von verschiedenen europäischen Standorten und, wenn es mal einen Engpass gibt, auch per Flugpost“, sagt Zahner. Geberit fertigt in Jona, einem 18.000-Einwohner-Städtchen bei Zürich, Dusch-WCs.

Diese 220-Teile-Toiletten sollen nicht zuletzt den Deutschen eine andere Körperhygiene-Kultur beibringen. In dieser Hinsicht sind die Bundesbürger bislang noch etwas zögerlich. Was schlecht ist für den Dusch-WC-Markt – das möchte Geberit ändern.

Dusch WC Geberit Mera - geberit dusch wc mera-geberit dusch wc mera
Dusch WC Geberit Mera – geberit dusch wc mera | geberit dusch wc mera

Image Source: ytimg.com

Das Dusch-WC von Geberit heißt Aqua Clean und schafft das Toilettenpapier ab. Dusch-WCs reinigen den Po auf Knopfdruck mit einem warmen Wasserstrahl – das passiert am Gerät selber oder per Fernbedienung: Dabei wird eine ausfahrbare Minidusche im Toilettenbecken aktiviert. Anschließend startet der ebenfalls ausfahrbare Föhn – und untenrum ist alles sauber und trocken. Für viele Westeuropäer ist diese Art der Reinigung befremdlich.

In der Schweiz gönnen sich immerhin rund acht Prozent der Haushalte diesen Luxus. Im Vergleich dazu hat das restliche Westeuropa – Deutschland inklusive – noch Potenzial.

„Warum eigentlich?“, fragt Dr. Margit Harsch. Es ist eine rhetorische Frage, die promovierte Materialwissenschaftlerin kennt eine ganze Reihe von Antworten. Harsch arbeitet bei Geberit als Head of AquaClean und verantwortet dort weltweit das komplette Dusch-WC-Segment.

„Ein Dusch-WC ist ein echter Kulturwandel und das braucht Zeit.“, sagt Harsch. „Uns wurde in der Kindheit mühsam beigebracht, sich ordentlich mit Papier zu reinigen. Das steckt in unserer DNA und ist schwierig zu ändern.“ Erziehung eben. Und: Toiletten sind für die meisten kein Statussymbol, kein Liebhaberstück, kein Objekt, mit dem man vordringlich Stil demonstrieren wollen würde. Ein Low-Interest-Produkt, wie sie im Marketing sagen. Könnte man jedenfalls meinen.

Harsch hat einen Arbeitsplatz, der die meisten wohl neidisch machen würde. Hinter den Fensterscheiben liegen grüne Berghänge, darunter glitzern die südlichen Ausläufer des Zürichsees. Die Dusch-WCs, mit denen Harsch befasst ist, sind nach Schweizer Flüssen benannt. Geberit bietet sie in unterschiedlicher Ausstattung und zu unterschiedlichen Preisen an: „Mera ist der Porsche, Tuma der VW Passat“, erklärt Harsch.

In Deutschland gibt es deutlich mehr Autobesitzer als Dusch-WC-Besitzer. Bislang ist erst in wenigen der rund 38 Millionen deutschen Haushalte eines installiert. Was laut Harsch auch daran liegt, dass bislang die Ausstattung der Küche wichtiger war. Da haben die Deutschen aufgerüstet, was die Ausstattung betrifft. „Dort lässt man die Leute schnell rein, das Bad kommt dann erst später“, sagt Harsch. Ein Trend zu mehr Luxus im Bad ist erst seit einigen Jahren erkennbar.

Aber jetzt passiert es: Das Bad entwickelt sich vom reinen Funktions- zum funktionalen Wohnraum. Das Bad wird mehr und mehr zum Rückzugsort, zur persönlichen Aufladestation und zum Wellnesstempel. Margit Harsch sieht das so: „Es liegt doch nahe, sich im Bad eine Wellnesszone zu schaffen. Der Nagel für das Handtuch an der Wand wie in Omas WC reicht heute einfach nicht mehr. Die Zeiten sind längst vorbei.“

„Wir kommen von hinter der Wand“, erklärt Harsch: „Von Geberit kam alles, was man nicht sah, Rohre, Spülkästen, Installationssysteme.“ Heute ist das Design ein elementarer Aspekt für den Schweizer Sanitärhersteller.

Für Industriedesigner Christoph Behling, der das Mera entwickelt hat, war die technische Funktionalität genauso wichtig wie die Ästhetik: Die Toilette schwebt scheinbar im Raum, weil sie eine verchromte Aufhängung hat, die das Badinterieur spiegelt und sich so nahtlos einfügt.

Geberit hat heute circa 12.000 Mitarbeiter in nahezu 50 Ländern weltweit und erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,8 Milliarden Schweizer Franken. Produziert werden die AquaClean-WCs nur in Jona. Das Innovationspotenzial von Toiletten lässt sich leicht unterschätzen. Geberit jedenfalls hat allein im Geschäftsjahr 2016 rund 72,3 Millionen Schweizer Franken in die Entwicklung von Produkten und Technologien investiert.

Der Weltmarkt für Hightech-Toiletten ist etwa 800 Millionen US-Dollar groß. Japan ist dabei der bedeutendste Einzelmarkt für die Dusch-WCs. Den europäischen Markt beherrscht Geberit. Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich auch heute noch in Rapperswil-Jona.

Toiletten-Extras wie TurboFlush-Spültechnik, Orientierungslicht, WC-Deckel-Automatik, WC-Sitz-Heizung, integrierte Geruchsabsaugung verkauft Geberit auch an Hotels. „Es hat etwas mit Wohlbefinden und Wellness zu tun“, sagt Harsch. Das wissen die Hoteliers, für zusätzlichen Komfort investieren sie – auch im Bad.

Hotels sind wichtig für Geberit, da viele Gäste dort zum ersten Mal ein Dusch-WC ausprobieren können. Das kann den Prozess der Entscheidung für ein Dusch-WC positiv beeinflussen.

Der Durchschnittsdeutsche denkt in Sachen WC anders. Normale Toiletten verkaufen sich von allein. Dusch-WCs sind beratungsintensiv, was nicht in erster Linie daran liegt, dass das AquaClean technisch komplexer ist als die gemeine Porzellanschüssel. „Deutsche sind bei Innovation etwas zögerlich, gerade wenn es um sensible Bereiche wie Bad und WC geht“, sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS).

Dass sich eine Neuerung schnell durchsetzt, ist eher die Ausnahme. So wie beim randlosen WC, das die Hygiene-Problemzone konventioneller Toiletten – den Spülrand – abschaffte. Wischmann: „Dabei schießt der Wasserstrahl wie eine Flipperkugel in den Bottich und spült ihn rundherum.” Das ist heute State of the Art bei Toiletten. Durch eine neuartige Keramik funktionieren auch die Dusch-WCs von Geberit so, zudem besonders leise. Andererseits: Muss einen das wundern, wenn es von der Erfindung des Wasserklosetts (1596, Sir John Harrington, Dichter) bis zur Wiederentdeckung, Verbesserung und Patentierung (1775, Alexander Cummings, Erfinder und Uhrmacher) mehr als 170 Jahre dauerte?

Das Fortschrittsland der Dusch-WCs ist Japan. Die meisten Haushalte dort besitzen voll automatisierte Toiletten mit allerhand Extras. Auch in Restaurants, Bahnhöfen und Einkaufszentren gehören sie zum Standard. Europäer, die in Japan in ihrem Hotel zum ersten Mal das WC nutzen, staunen meist nicht schlecht.

Die Bedienungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie bei besseren Fernsehgeräten; die Fernbedienungen der japanischen Dusch-WCs haben so viele unterschiedliche Symbole wie komplexe Unterhaltungselektronik. Das Lifestyle-Magazin „Monocle“ zählt die japanische Toilette zu den 50 coolen Dingen, die Japan-Urlauber unbedingt erleben sollten.

Ein gängiges Ausstattungsmerkmal ist „Otohime“, benannt nach einer Tochter des Meeresgottes Ryuji. Die Prinzessin ist ein Kasten, der auf Knopfdruck Geräusche macht, genauer: ein Wasserrauschen abspielt, um peinliche Laute während der Toilettensitzung zu übertönen. Wasser fließt dabei nicht. Weil nicht alle Toiletten so eine Apparatur haben, tragen Japanerinnen oft eine Otohime in Feuerzeuggröße bei sich. Natürlich gibt es inzwischen die Otohime als App.

Ihren Ursprung hat die Toiletten-Hochkultur allerdings nicht in Japan, sondern im Heimatland von Geberit, in der Schweiz. Der Eidgenosse Hans Maurer erfand das Dusch-WC anno 1957 und nannte es Closomat. Geberit brachte 1978 in der Schweiz das erste Dusch-WC auf den Markt. In Japan begann der Boom erst zwei Jahre später, war dann aber umso nachhaltiger.

Die Entwicklungslinien unterscheiden sich aber, sagt Head of AquaClean Margit Harsch: „Die Japaner haben einen starken Sinn für Hygiene, und ihre WCs wirken sehr technisch. Wir beobachten natürlich den Markt in Japan, sind aber davon überzeugt, dass ein Dusch-WC auch gut aussehen muss.“

Das Design soll den Unterschied machen bei der Toiletten-Revolution. Das sieht auch Sanitär-Verbandschef Wischmann als Chance für mehr Akzeptanz. Die Japaner stellen sich Hygiene-Apparaturen ins Badezimmer, die auch so aussehen. Das wollen die Deutschen eher nicht. Wischmann: „Die Modelle sind schmaler und filigraner geworden, passen sich gut der übrigen Badeinrichtung an. Obwohl sie viel für die Gesundheit tun, sind sie vom Aussehen her weit entfernt vom Krankenhaus-Charme.”

Zudem lässt sich für das Dusch-WC aus dem Misserfolg des Bidets etwas lernen. Die Sitzwaschbecken konnten sich in der Bundesrepublik nie durchsetzen – nicht zuletzt aus Platzgründen. Für zwei nahezu gleich große Gerätschaften braucht es vor allem ein entsprechend geräumiges Bad. Den Luxus muss man sich leisten.

Ein modernes Dusch-WC tut in Sachen Intimhygiene das, was auch ein Bidet kann, allerdings automatisch und mit Fön. Und braucht nicht mehr Platz als eine normale Toilette.

Die Skepsis gegenüber der oft noch nie ausprobierten Po-Dusche ist ein Hindernis für einen Erfolg der Dusch-WCs. „Am Anfang ist da eine gewisse Scheu. Die meisten, die es ausprobieren, wollen es aber danach nicht mehr missen“, sagt Margit Harsch.

Dass sie das angenehm finden könnten, können sich die meisten nicht vorstellen. Darum hat Geberit eine spezielle Kampagne für das AquaClean entwickelt. Die Botschaft: Man muss das ausprobieren. Für den Werbespot engagierte Geberit 40 Menschen, die noch nie ein Dusch-WC benutzt hatten. Und filmte die Reaktionen.

„Mein erstes Mal“ heißt die Kampagne und die Teilnehmer waren von ihrem ersten Mal auf einem Dusch-WC mehrheitlich überrascht, wie das Video zeigt. Anschließende Befragungen ergaben: Die Dusche-plus-Fön-von-unten-Kombination lobten alle. Der Spot wurde hunderttausendfach bei YouTube abgespielt.

Möglicherweise sind die Deutschen bereit für das Dusch-WC. Und den Verzicht auf Toilettenpapier: Davon haben sie im vergangenen Jahr etwa 28.500 Tonnen gekauft, der Toilettenpapier-Umsatz in Deutschland lag 2016 bei rund 1,4 Milliarden Euro.

Gleichzeitig lässt Geberit das AquaClean Mobil durch deutsche Städte fahren – ein futuristischer Sattelschlepper des Spezialfahrzeugherstellers Most, der im Innern praktisch eine komplette Sanitär-Ausstellung hat. Interessenten können zunächst einmal per Handdusche ausprobieren, wie warm und wie stark so ein WC-Duschstrahl ist.

Und es gibt zwei Kabinen, die mit dem AquaClean-Spitzenmodell Mera ausgerüstet sind, mit Duschfunktion, Föhn, Geruchsabsaugung, Sitzringheizung und automatisch öffnendem und schließendem Deckel. Zum Ausprobieren. Weil das am überzeugendsten ist: Die Dusch-WCs müssen an den Kunden heran. 

In Japan, wo die Akzeptanz der Dusch-WCs anders als in Europa keinen speziellen Antrieb braucht, arbeiten Experten an neuen Hightech-Funktionen, die die Toiletten weiter in Richtung Medizintechnik entwickeln. WCs sollen Zuckerwerte im Urin messen, Blutdruck und Körperfettanteil registrieren, Viskositätswerte des Stuhls und okkultes Blut. Die Daten könnten dann über eine Datenverbindung direkt dem Hausarzt übermitteln werden.

Bei Geberit in Jona sieht man das Dusch-WC bislang nicht als Diagnoseinstrument. Hier setzt man auf Komfort und Wellness. Das neue AquaClean Tuma lässt sich per Smartphone steuern; der Nutzer kann in einem persönlichen WC-Profil festlegen, wie lange geduscht und geföhnt werden soll.

„Der Sanitärbereich ist traditionell eine eher langsame Branche“, sagt Harsch. Trotzdem: Der Toiletten-Kulturwandel schreitet voran. Dass er nach Deutschland kommt und mit ihm das Dusch-WC, davon ist man in Jona überzeugt. „Noch in den 70er Jahren galten Spülmaschinen als teurer Luxus“, sagt Margit Harsch, „heute gibt es sie praktisch in jeder Küche“.

Entzückend in der Lage, meine eigene Website , auf diesem Periode I ‘ll geben Sie mit in Bezug auf Keyword. Und heute , dies ist die 1. Bild