Fantastisch kaminofen fenster sauber  Konzept

Fantastisch kaminofen fenster sauber
 Konzept

Kommt die Schwarzstaubattacke, lehrt sie viele Bewohner das Fürchten: Plötzlich ist in der Wohnung alles schwarz und grau, die Wände, die Decke, das Laminat. Manchmal sogar die eigenen Haare. Oder das Fell der Katze. Auch auf dem Teppichboden macht sich der rußartige Schmierfilm gern breit, auf der Kaffeemaschine, in den Vortags noch weißen Gardinen. Viele haben erst kurz zuvor renoviert oder umgebaut – und dann so was.

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Das Kamin Fensterglas Chemiefrei mit Asche reinigen - kaminofen fenster reinigen-kaminofen fenster reinigen
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Kamin Glasscheibe ohne Chemie in Sekunden reinigen - kaminofen fenster reinigen-kaminofen fenster reinigen
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Kaminofen Scheibe: Glas einfach reinigen / putzen - kaminofen fenster reinigen-kaminofen fenster reinigen
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Was nach Science-Fiction-Vorlage klingt, ist real – und meist ein Schock mit kostspieligen Folgen für die Betroffenen. Jeden Winter kämpfen Zehntausende Bürger mit unangenehmen Schwarzstaub-Attacken, manche mehrere Jahre in Serie.

Das mysteriöse Phänomen wird Fogging genannt, nach dem englischen Wort „fog“ für Nebel, sagt Martin Wesselmann, Chemiker und Gebäudediagnostiker aus Hamburg. Es tritt seit Mitte der 90er-Jahre gehäuft auf. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein, heißt es beim Umweltbundesamt (UBA) in Berlin. „Je kälter der Winter, desto mehr Fälle gibt es“, so die Erfahrungen des Fogging-Sachverständigen Wesselmann. Auf 100 Schimmelfälle komme mittlerweile eine schwarze Wohnung.

Warum aus Wohnungen plötzlich schwarze Höhlen werden können, wie nach einem Schwelbrand, weiß bis heute niemand so genau. Vor Jahren schon schlugen die ersten Mieter und Eigentümer Alarm, weil sie plötzlich schwarze Ablagerungen daheim hatten, oft überfallartig über Nacht. Die einen klagten über flächendeckende Beläge in fast allen Räumen, andere nur über hässliche Grauschleier über Heizkörpern, in Ecken oder Gardinen.

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Auffällig oft trat das Problem nach einer Renovierung, nach dem Malern, Lackieren, dem Einbau neuer Fenster oder nach der Außenwanddämmung auf. Häufig auch beim Erstbezug neuer Häuser. Schließlich schaltete sich das Umweltbundesamt ein. Trotz aller Tests ist aber bis heute nicht eindeutig geklärt, warum nur bestimmte Wohnungen oder Häuser betroffen sind und andere nicht.

Sie ist groß, kalt und schmutzig – die Stadt Norilsk in Russland. Mit 180.000 Einwohnern gilt sie als nördlichste Großstadt der Welt. Sie ist geprägt von Schwerindustrie, Schnee und Eis.

Quelle: Die Welt

Klar ist bislang nur: Der schwarze Staub macht sich in der Heizperiode breit. Er entsteht wahrscheinlich immer dann, wenn bestimmte Faktoren zusammenkommen: Falsches Wohn- und Heizverhalten, wenig Luftzirkulation, intensives Abbrennen von Kerzen, Teelichtern, Duftölen sowie nach ausgiebigem Gebrauch von Putzmitteln oder Möbelpolitur.

Anfangs galt ausgerechnet die Einführung von umweltfreundlichen Produkten als Hauptverursacher. Anstelle von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) in Tapeten, Farben, Lacken, Klebern oder Kunststoffböden nutzen die Hersteller seit Mitte der 90er-Jahre verstärkt schwerflüchtige organische Verbindungen (SVOC). Die Weichmacher dünsten noch Monate später in die Raumluft aus.

Im Winter, wenn geheizt und weniger gelüftet wird, kann die Konzentration der Chemikalien steigen – vor allem in gut abgedichteten, wärmegedämmten Räumen mit geringem Luftaustausch. Die Stoffe verkleben dann mit dem Schwebestaub in der Luft und setzen sich gern an kalten Wänden, also an Wärmebrücken ab. Oder an Stellen, über denen Luft zirkuliert. Wie über Heizkörpern, an elektrostatisch aufgeladenen Laminatböden, elektronischen Geräten, Vinyltapeten, Haaren.

Inzwischen spricht allerdings vieles dafür, dass gar nicht mehr die Weichmacher die Hauptübeltäter sind, wie Chemiker Wesselmann erläutert. Sondern dass das Verhalten der Bewohner eine größere Rolle spielt als anfänglich vermutet. Hat sich eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus schwarz verfärbt, müssen noch lange nicht alle anderen Nachbarwohnungen ebenfalls betroffen sein.

„Auffällig ist, dass in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle die Fogging-Quartiere von Frauen bewohnt werden“, sagt der Hamburger Sachverständige, der auch im Auftrag des UBA arbeitet. Und die verwendeten in der Regel mehr Substanzen, die den Schmierfilm begünstigen. Dazu gehören ganze Batterien an Haushaltsreinigern und Spezialputzmitteln, Parfüm, Kosmetika, viele Räucherstäbchen, Kerzen, Duftöle.

Der Winter naht, doch noch immer sind viele Flüchtlinge in Zelten untergebracht. Die Bauunternehmen würden gern neue Wohnungen bauen, die Kosten dafür sind wegen der scharfen Vorschriften jedoch zu hoch.

Quelle: Die Welt

Auch intensives Rauchen daheim kann eine Rolle spielen. Außerdem falsches Heizverhalten, wenn morgens die Heizung stark gedrosselt und abends erst wieder hochgefahren und kaum gelüftet wird.

„Auch hohe Temperaturunterschiede von über vier, fünf Grad zwischen den einzelnen Zimmern einer Wohnung kann die Schwarzstaubbildung begünstigen“, betont Dirk Petersen, Umweltreferent der Verbraucherzentrale Hamburg. Bei manchen Betroffenen setzt sich die ölige Schmiere sogar in den Haaren fest. „Wir hatten schon Einweckgläser mit dunkler Brühe als Beweis auf dem Tisch“, sagt Petersen.

Wenigstens ist der Stoff nach UBA-Erkenntnissen nicht gesundheitsgefährdend. Aber ein Ärgernis, das teuer zu stehen kommen kann. Am besten funktioniert die Reinigung noch mit Wasser und fettlöslichen Reinigungsmitteln, sagt Petersen.

Doch der ölige Film kann hartnäckig sein. Schrubben und Wischen hilft nicht immer. Dann muss komplett neu tapeziert werden. Oder der Fußbodenbelag muss raus. „Ich kenne Fälle, da wurde die Wohnung regelrecht entkernt“, berichtet Wesselmann. Müssen Profis ran, um die Ablagerungen dauerhaft zu beseitigen, können die Ausgaben in die Tausende gehen.

Auch wenn sich das Wohnverhalten zunehmend als Hauptursache allen Übels herauskristallisiert: Sind die Betroffenen Mieter, können sie sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) aus dem Jahr 2008 berufen. Danach ist Fogging ein Mangel an der Mietsache (Az: VIII ZR 271/07). Der Eigentümer muss demnach den Schaden auf seine Kosten beheben. Voraussetzung: Der Mieter hat die Wohnung vertragsgemäß genutzt, also beispielsweise mit handelsüblicher Farbe gestrichen.

Schlechtere Karten haben Eigentümer. Sie gelten in der Regel selbst als Verursacher und müssen zahlen, wie Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands privater Bauherrn (VPB) berichtet. Beim Bauunternehmer oder etwa beim Architekten ist meist nichts zu holen. Streitigkeiten ums Fogging-Phänomen landen immer wieder vor Gericht.

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Wer sich die dunkle Schmiere vom Hals halten will, sollte im Winter gut durchheizen. „Ständiges auf und ab spart keine Energie, sondern fördert Schimmel und Fogging, so viel ist sicher“, sagt Gutachter Wesselmann. Ist das Wohnzimmer zudem mollig warm, das Gästezimmer aber stets eisig kalt, begünstigt das nur das Fogging. Wichtig ist auch regelmäßiges Lüften.

„Meist reicht es schon, eine Kleinigkeit im Wohn- oder Heizverhalten zu verändern und damit dem Phänomen einen Strich durch die Rechnung zu machen“, sagt Petersen. Wichtig kann zudem sein, Allzweckreiniger oder sanfte Spülmittel statt Spezialputzmittel zu verwenden, weniger Kerzen abzubrennen, weniger Raumparfüm und Öllampen zu nutzen. Wer die Kerzenflamme im Wachs löscht statt ausbläst, setzt weniger Paraffin frei. Ein Schutzschild kann auch ein Raumluftfilter aus dem Baumarkt sein, der über der Heizung angebracht wird und Feinstäube zurückhält.

Beim Renovieren sollten Farben und Materialien gewählt werden, die frei von Lösemitteln und Weichmachern sind. „Auf die Zusammensetzung kommt es an“, sagt Petersen. Latexfarben, Vinyltapeten, PVC-Böden, Dekorplatten, Fußbodenkleber oder Kunststoffpaneele sollten eher gemieden werden.

Beratung bieten einige Verbraucherzentralen, örtliche Gesundheits- und Umweltämter. Adressen von Umweltanalyselabors, Innenraumhygienikern oder Sachverständigen gibt es auch bei den Industrie- und Handwerkskammern. Und das UBA hält kostenfreie Broschüren und Downloads bereit.

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