Frisch gardinen ideen für bodentiefe fenster  Konzept

Frisch gardinen ideen für bodentiefe fenster
 Konzept

EmdenDer Stein des Anstoßes ist aus bombenfestem Beton: elf Treppenstufen, auf denen man nach unten in den Bunkerkeller steigen kann. Oder nach oben zum Parkplatz, je nachdem.

10 Inspirierend Gardinen Modelle Für Wohnzimmer Reizend ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
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10 Reizend Fenstergestaltung Mit Gardinen Beispiele Frisch ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
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Fenster Tarim, Gardinen, Dekostoffe, Vorhang, Wohnstoffe,Plissees ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
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Gardinen Für Fenster Luxus Schlafzimmer Bodentiefe Fenster ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
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Gardinen Für Fenster Einzigartig Fenster Gestalten Gardinen Ideen ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
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Gardinen Kleine Fenster Inspirierend Gardinen Bodentiefe Fenster ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
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Gardinen für große Fensterfronten - Tipps für die Auswahl ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
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Wohn-Esszimmer brauner Holzfußboden weiß und graue Wände ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
Wohn-Esszimmer brauner Holzfußboden weiß und graue Wände .. | gardinen ideen für bodentiefe fenster

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Ob am bodentiefen Fenster oder als Raumteiler MHZ Flächenvorhänge ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
Ob am bodentiefen Fenster oder als Raumteiler MHZ Flächenvorhänge .. | gardinen ideen für bodentiefe fenster

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Doch jetzt steigt Ingeborg D. erst einmal in den zweiten Stock des Amtsgerichts von 1911 hinauf, das sind fünfmal so viel Stufen. „Sitzungssaal“ steht über der Tür in Stein geklopft, aber sie guckt gar nicht hin, sie kennt das ja: die Holztafeln an den Wänden. Die Stehpulte „Kläger“ und „Beklagter“. Die altdeutschen Buchstaben an der Richterbank. Den Richter, Thomas Garlipp, 35 Jahre jünger als sie. „Sie waren ja schon häufiger hier“, grüßt Garlipp.

Vor ihm liegt die Akte, Aktenzeichen 5C 775/12.

Ingeborg D., 77 Jahre alt, wohnt in einem der 30 ehemaligen Luftschutzbunker in Emden. Der Bunker trägt seit 20 Jahren einen zivilen Klinkermantel und Gardinen, hinter den meterdicken Wänden liegen sieben Wohnungen, bodentiefe Fenster lassen das Frühlingslicht hinein.

Gardinen Für Wohnzimmer Einzigartig Beste Von Balkontür Vorhang ..-gardinen ideen für bodentiefe fenster
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Durch solch ein Fenster blickte unten Eigentümer Dieter W., 73 Jahre alt, direkt auf die elf Treppenstufen. 1997 beantragte er auf einer Eigentümerversammlung den Treppenniedergang (so heißt das im Amtsdeutsch), überdachen zu lassen; da sammle sich ja das Regenwasser. Die Versammlung stimmte zu, für 4404,67 DM verschloss eine Handwerksfirma aus Petkum den Niedergang regenfest mit einem Ziegeldach.

Ingeborg D. stimmte dagegen. „Ich fühle mich enteignet“, sagte sie: Die Treppe sei ihr Miteigentum, das sie nun nicht mehr nutzen könne. Sie forderte die Entfernung des Ziegeldachs, sie schrieb an W. und die Hausverwaltung, sie brachte das Thema erneut in eine Eigentümerversammlung ein. Die Versammlung beschloss abermals gegen sie, „widerrechtlich“, wie Frau D. befand.

Der 20. Juni 2011 war ein sonniger Tag, Als um 8 Uhr morgens die Handwerksfirma aus Emden kam, waren unten bei W. noch die Rollläden geschlossen. „Nehmen Sie Rücksicht auf die Schlafenden“, bat Frau D., dann rissen die Handwerker die Treppenüberdachung ab. Ziegel, Holzpfeiler und Wellblechpappen stapelten sie ordentlich an die Bunkerwand. Die Abrisskosten von 573 Euro stellte Frau D. Herrn W. in Rechnung.

Rund um den Luftschutzbunker herrschte seit 66 Jahren Frieden – aber nun gab es Krieg im Bunker.

D. schrieb Mahnungen und klagte vor Gericht auf Kostenerstattung. Sie verlor.

Sie klagte auf Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Kellertreppe mit Geländer. Sie verlor wieder.

Dann verklagten die anderen Nachbarn Frau D. auf Wiederherstellung der Überdachung, Aktenzeichen 5C 775/12.

Ingeborg D. sagt: „Das ist Mobbing!“ Herr W. habe die anderen Eigentümer gegen sie aufgebracht, „die wollen mich hier raushaben“.

Anfangs, Frau D. war gerade in den Bunker gezogen, gab es Streit um einen Parkplatz. Es folgte eine Anzeige wegen Hundegebells. Wegen unsachgemäß entsorgter Gartenabfälle. Wegen nicht ordnungsgemäßer Abrechnung.

Irgendwann klingelte der Paketbote bei Frau D., berichtet sie: Er brachte ein Werkzeugset, das sie nicht bestellt hatte. Er klingelte noch häufiger. Briefkästen wurden mit Postwurfsendungen und Anzeigenblättern verstopft. Die Urheber der Bestellungen und der Postkastenverstopfungen wurden nie ermittelt.

Vor der Wohnungstür von Ingeborg D. steht eine bunte Porzellankuh. „Die passt doch gut zu mir“, sagt Frau D.; im Haus habe man sie als „blöde Kuh“ beschimpft.

Dieter W. erklärt höflich: „Wir stehen in keiner Kommunikation mit Frau D.“ Alle Eigentümer pflegten ein „herzliches Verhältnis“, aber an Frau D. gingen alle grußlos vorbei. „Wenn wir kommunizieren müssen, dann nur auf dem rechtlichen Weg.“

In der Bunkerküche von Ingeborg D. liegen Urteile des Bundesgerichtshofs auf dem Tisch, Polizeiprotokolle, ein Kommentar zum Wohneigentumsgesetz, 1800 Seiten dick. Im Fenster sonnt sich Pudel Ottino, draußen sieht man die Neue Kirche von 1648, gleich um die Ecke steht das älteste Haus Emdens, gebaut 1540. Über allem trotzt der Bunker, hier hat Ingeborg D. schwere Krankheiten überstanden und familiäre Tragödien verarbeitet. „Ich gehe hier nicht weg“, sagt sie, „ich kämpfe!“

Juristen sagen gern über die Justiz: Vor Gericht bekommt man kein Recht, sondern ein Urteil.

Ingeborg D. steht im Amtsgericht am „Kläger“-Pult, obwohl sie jetzt die Beklagte ist; das ist vielleicht die Macht der Gewohnheit. Sie argumentiert, dass die Eigentümer niemals die Versperrung des Kellerniedergangs hätten beschließen dürfen, derartige Änderungen der Eigentumsverhältnisse müssten einstimmig gefällt werden. Die entsprechenden Beschlüsse seien nichtig.

Richter Garlipp erklärt ihr, dass zwei Richter bereits festgestellt hätten, dass die Beschlüsse nicht nichtig seien; einer der Richter war er selber. Sie hätte die Überdachung nicht entfernen lassen dürfen.

„Aber ich bringe hier völlig neue Aspekte rein“, ruft Frau D.: Die Kellerüberdachung stelle eine optische Beeinträchtigung dar! Und eine Wertminderung!

Geduldig sagt der Richter: Jaja, das alles betreffe aber nicht die Frage nach der Nichtigkeit des Beschlusses.

Rechts vom Richter sitzt Günther Kunz, 65 Jahre alt, er ist der Anwalt der Eigentümergemeinschaft. Die Kläger selbst sind nicht erschienen. Kunz bittet den Richter: „Können wir das nicht zu einem Ende bringen?“

Links vom Richter sitzt Wilhelm Wiltfang, 56 Jahre alt, er ist der Anwalt von Frau D. Wiltfang beantragt, die Klage gegen Frau D. abzuweisen.

Ein Amtsrichter bearbeitet parallel 120, 130 Verfahren; übers Jahr kommt er auf 600. In Deutschland landen jährlich 500 000 Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht. Seit Jahren klagen die Richter über hohe Arbeitsbelastung. Der Richterbund hat ausgerechnet, dass in Niedersachsen aktuell 121 Richterstellen fehlen.

Es gibt Mediationsbüros und Schiedsstellen. „Aber der Versuch, die einzuschalten, ist gescheitert“, sagt Ingeborg D., „so bleibt nur das Gericht“.

„Frau D. will es so – also akzeptieren wir das“, sagt ihr Nachbar, Herr W.

Richter Garlipp will am 23. Mai seine Entscheidung verkünden, ob die Überdachung wieder aufgebaut werden muss. Den Streitwert legt er auf 900 Euro fest.

Ingeborg D. steigt die Amtsgerichtsstufen hinab. „Das ist so ungerecht“, sagt sie, sie wird wohl wieder in Berufung gehen müssen.

Der Bunker hat meterdicke Wände, sie sollten die Menschen einst vor Fliegerbomben schützen. Jetzt müssen sie den Ärger fernhalten, was weitaus schlechter klappt.

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